Selbsthilfegruppen: 4 Tipps zum besseren Social Media Marketing

by Urs E. Gattiker on 2011/10/30 · 41 comments 8.409 views

Kürzlich habe ich für die Krebsliga Aargau einen Workshop moderiert der sich mit dem Thema Social Media – Twitter, Facebook & Blogs – für Selbsthilfegruppen befasste. Hier ein paar Informationen zu diesem interessanten Tag inklusive eine Synopsis meiner Präsentation und ein kurzes Video.

Quelle des Artikels – Selbsthilfegruppen: 4 Tipps zum besseren Social Media Marketing

Das Video und Präsentationsfolien sowie der Podcast finden Sie hier: Selbsthilfegruppen der Krebsliga Aargau: Effectivere Nutzung von Social Media

Bevor ich erkläre was das für ihre Arbeit mit einer “non-governmental organization” (NGO),  Selbsthilfegruppe oder Verein bedeutet, registrieren Sie sich wie 2,500 andere Leute die dies schon gemacht haben für unseren Newsletter mit Ihrer eMail hier:

Wie kommunizieren Selbsthilfegruppen der Krebsliga – IST Aufnahme

Die meisten Mitglieder einer schweizerischen Selbsthilfegruppe treffen sich regelmässig um sich auszutauschen wie z.B. die SOS-Leukämiegruppe für Patientinnen und Patienten, für Transplantierte und für Angehörige in der Zentralschweiz  oder auch die Gesprächsgruppe krebsbetroffener Männer Aarau . Eher selten findet man einen Newsletter als pdf Datei zum runterladen. Selbsthilfegruppen brauchen fast nie einen Blog.  Jedoch statische Webseiten werden von einigen Selbsthilfegruppen unterhalten. Manchmal nutzen diese auch Adobe Flash. Solche Seiten können jedoch leider mit einem iPhone or iPad nicht besucht werden.

Ganz anders sieht es für Patienten aus wo einige Social Media auf interessante Weise nutzen. Ein Beispiel sind Brustkrebspatienten welche regelmässig ihren Blog aktualisieren soweit Ihnen dies die Krankheit erlaubt.

Anhand unserer Inventaraufnahme können wir festhalten, dass Selbshilfegruppen für Krebspatienten und/oder Angehörige Social Media eher selten nutzen. Facebook Gruppen oder Twitter Konten  sind deshalb eher eine Rarität.

Wie kann Social Media helfen – Zielsetzung

Zuerst ist es wichtig das Bedürfnis in Sachen Social Media zu eruieren und aber auch abzukären wieweit Mitglieder willens sind zu helfen, wie z.B.:

a – welche Tools und Social Media Platformen nutzen unsere Mitglieder (z.B. Blogs, Facebook, LinkedIn, eMail, Skype, Chat, etc.)
b – an welchen Inhalten wären Mitglieder interessiert wie z.B. Blog Einträge über den nächsten Monatstreff inklusive Agenda, Tweet mit Link zu einem Meetingsprotokol, usw.
c – haben einige unserer Mitglieder technisches Know-How und wären Sie bereit die Gruppe hier tatkräftig und regelmässig (z.B. jede Woche 2 Stunden) zu unterstützen, und
d – sind diese MitgliederInnen willens, aktiv und engagiert beim erstellen relevanter Mitgliederinhalte mitzuarbeiten (z.B. Blogeintrag alle 12 Wochen, Mitarbeit beim erstellen einer Checkliste).

Krebsliga Aargau mit der CyTrap Labs - Workshop 2011-10-29 in Baden: Facebook & Co. für Selbsthilfegruppen: Chancen und Grenzen von Social-Media-Diensten im InternetOhne Ziele ist es schwierig sich eine Social Media Strategie zurechtlegen zu können. Was hilft ist wenn die Gruppe dies einmal diskutiert und die Ziele zusammen erarbeitet. Dann werde diese auch von den Mitgliedern akzeptiert und unterstützt.

Im speziellen müssen wir  abklären:

sind unsere Mitglieder interessiert sich auf solchen Platformen auszutauschen (z.B. bereit einen Kommentar auf unserem Blog zu schreiben, Twitter feed zu abonnieren, und sich mit einer E-Mail als Abonnent des Weblogs einzugragen)Facebook page ).

Wo fangen wir an? Social Media Hub für eine Selbsthilfegruppe

Der beste Anfang ist ein Blog für die Gruppe. Warum? Erstens offeriert ein Blog wie WordPress ein gutes Content Management System (CMS) und ist so aufgebaut das SEO (Search Engine Optimisierung für Bing, Google etc.) sichergestellt werden kann.  Somit ist dann der relevante Traffik von Besuchern aus der Zielgruppe eine siche Sach.

Ebenfalls hat die Gruppe auf der Webseite oder dem Blog Kontrolle über die Inhalte was aufgeschaltet wird und was nicht. Natuerlich, auch negative Kommentare bleiben aufgeschaltet und werden freundlich beantwortet von Mitgliedern/Moderatoren oder Blogautoren.

Regelmässige und für die Zielgruppe (muss klar definiert sein) relevante Beiträge (muss auch diskutiert werden) können über eMail und RSS (Real Simple Syndication) die neuen Inhalte automatisch verteilt werden.

Viele aus der Zielgruppe haben auch Smartphones mit mobilem Internet Zugang. Diese können dann z.B. einen tweet über Twitter erhalten. Ein Beispiel ist ein Tweet wie: “Morgen Abend treffen wir uns we jeden Monat. Agenda http://ad.vu/dddd #Krebs #Selbsthilfe” Der Link bringt den Leser auf den Blog wo er die Agenda und weitere Informationen findet.

Schlussfolgerungen  – was zählt

1. IST Aufnahme:  Was nutzen meine Gruppenmitglieder schon. Wenn diese Twitter oder Facebook nutzen dann heisst es jedoch noch nicht das sie dann über diese Platform in Kontakt mit Gruppenmitgliedern treten wollen. Viele brauchen Facebook nur für die Familie und engste Freunde.

2. Zielsetzung: Dies muss in der Gruppe genau diskutiert werden und eine Uebereinstimmung ist sehr hilfreich. Ein Beispiel wäre die Teilnahme am monatlichen Treffen zu erhöhen.  Abonnenten für den vierteljährlichen Newsletter um 20 Prozent zu steigern, oder die Schenkungen –  Geld oder aber auch  Spenden in Form von Sachleistungen und Naturalien – zu erhöhen.

3.  Messung ob Ziele erreicht wurden:  Wenn das Ziel war die Teilnahme an den Treffen zu erhöhen dann muss man sehen ob die Teilnahme auch wirklich verbessert wurde.

4. Verbesserung: Annhand der Kennzahlen und Messung (Punkt 3) muss dann eruiert werden, wie die Gruppe die Nutzung von Social Media noch weiter verbessern kann.

TippSuchauftrag für mehr Informationen von CyTRAP über Social Media Marketing, Benchmarks und NGOs

Sie können die oben aufgeführten vier Tipps natürlich auch ignorieren.  Aber wenn Sie diesen Tipps folgen werden Sie sich einige Frustration ersparen, die Resourcen effektiver nutzen und eine Dienstleistung für Mitglieder und Patienten offerieren können die was bringt.

Holen sie sich die Präsentationslides des Workshops

Haben Sie ein Beispiel einer tollen Grafik oder Infografik?
Bitte eine Link zu dieser in Ihrem Kommentar unten!

Ich freue mich auf Ihren Kommentar.

ZL:NG
@CyTRAP schreibt: Über Luegen, Infographics und falsche Statistiken?| Tweet This

Weitere wichtige Links zum Thema

Links zu Blogs von Brustkrebspatienten
Krebsliga Schweiz – über Krebs
Krebsliga beider Basel – nützliche Adressen
Palliative Care – Nationale Strategie Schweiz – der Bund
Palliativpflege – Patientenverfügung – Krebsliga Schweiz
– Löwenmut e.V. – Selbsthilfe für behinderte Kinder – Stan Albers’ blog Tagebuch

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