Ostschweizer Marketing Forum: 4 Schritte zum Erfolg

by Urs E. Gattiker on 2011/11/11 · 16 comments 1,690 views

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Kürzlich habe ich auf dem “ostschweizer marketing forum ein Referat gehalten zum Thema Social Media für KMUs – Twitter,Facebook & Blogs. Hier ein paar Informationen zu diesem interessanten Tag inklusive eine Synopsis meiner Präsentation und ein kurzes Video. Twitter Hashtag war #OMF11 – siehe Tweets.

Quelle des Artikels – Ostschweizer Marketing Forum: 4 Schritte zum Erfolg

Bevor ich erkläre was das für ihre Arbeit mit einm Klein und Mittelunternehmen – KMU bedeutet, registrieren Sie sich wie 2,500 andere Leute die dies schon gemacht haben für unseren Newsletter mit Ihrer eMail hier:


 

1. Warum will Ihr Unternehmen Social Media nutzen?

Es ist falsch gleich zu entscheiden welche Plattformen wir nutzen sollten oder können.  Die Grund weshalb wir Social Media nutzen wollen bestimmt auch welche Plattform für Sie vielleicht eine gute Wahl sein könnte. Natürlich empfiehlt es sich die neuen Plattformen einmal anzuschauen - 4 Dinge die Sie ueber Google+ wissen sollten. Ostschweizer Marketing Forum - Twitter Feed - @BorisReichardt Tolles Referat! Danke. #OMF11

PS. Wie Sie Google + am Besten nutzen können erfahren Sie hier am Sonntag morgen Nov. 13:  Google Plus brand pages: why SEO is dead.

2. Welche Strategie verfolgen Sie mit Social Media Marketing?

Kunden helfen Kunden für ein Kundforum als Motto funktioniert oftmals überhaupt nicht. Fakt ist das Kunden sich auf Social Media austauschen um sich selber zu profilieren. Kunden können relevante Themen diskutieren. Wenn es jedoch um Krankenversicherungen und Krankheiten geht, dann muss der Betreiber des Forums die notwendigen Ressourcen bereitstellen (z.B. medizinisches Fachpersonal) um sicher zu stellen das Misverständnisse oder falsche Informationen nicht unbeantwortet bleiben.Ostschweizer Marketing Forum - Xing Message -   Karin Rebecca Wüst - Guten Morgen Herr Gattiker Herzlichen Dank für Ihr super Referat gestern!  Beste Gruesse,

Was den Kunden und die potentielle Kundin interessiert ist mit anderen Menschen über bestimmte Krankheiten zu diskutieren, wie dies z.B. im Krebsforum der Krebsliga Schweiz passiert.

Das wichtigste ist welchen Mehrwert können Sie dank der Strategie dem Kunden oder Selbsthilfegruppe, Club-Mitglied, etc. offerieren? Die Strategie hilft uns den kürzesten Weg zum Ziel zu begehen.

3. Was sind die Ziele welche Sie mit Hilfe von Social Media Marketing erreichen wollen?

Wer klare und ambitionierte Ziele hat, der leistet mehr. Es hilft einem ebenfalls die Ressourcen besser einzusetzen. Deshalb, was für eine Diät gilt braucht es auch für die erfolgreiche Umsetzung der Social Media Marketing Strategie.Ostschweizer Marketing Forum - Twitter Feed - Frage an den Referenten Urs E. Gattiker von @_annubis_ #omf11 Frage: heisst viele follower/fans automatisch erfolg in einem Business??

Wollen Sie mehr Kunden im Laden dank eines Coupons welchen Sie über Twitter jeden Werktag senden? Oder aber ist Ihr Ziel mehr Abonnenten für den Newsletter zu generieren? Sind Sie vielleicht mehr an der Steigerung von Kundenanfragen über das Webformular interessiert?

Messung macht nur dann wirklich Sinn wenn diese auf klaren Zielen basiert, wie z.B. Diät – ich will in 4 Monaten 5 kg abnehmen =  SMART metrics.

4. Wie messen Sie den Erfolg?

Wie bei einer Diät muss auch im Social Media Marketing gemessen werden, ob wir unsere Ziele erreicht haben. Klare Ziele helfen uns dabei das zu messen, was uns interessiert und hilft den Verkauf und die Serviceleistungen zu verbessern.

Image - ComMetrics Blog Footprint.Nicht vergessen! My.ComMetrics.com software update: release 0.4 ist da, noch besseres tracking, mehr Daten. Vergleich mit der Konkurrenz – sind wir gut genug?
Messen Sie den Erfolg Ihres Weblogs – nutzen Sie My.ComMetrics.com und verbessern Sie die Wirkung der Weblog-Inhalte. Kontaktieren Sie uns via Email über info [at] CyTRAP [dot] eu oder rufen Sie  +41 (0)44-272-1876 an.

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Schlussfolgerungen  - was zählt - 4 Tipps

1. IST Aufnahme:  Ihre Angestellten nutzen Social Media bestimmt schon privat. Reden Sie miteinander und stellen Sie fest was genutzt wird und zu welchem Zwecke. Vorallem aber auch klären Sie ab, aus welchem Grunde Ihr Team welche Platform nutzt.

Wenn Sie Social Media schon im Geschäft nutzen, dann ist ein Audit vielleicht das Richtige. Damit stellen Sie fest wo welche Aktivitäten noch verbessert werden können (z.B. CyTRAP Audit Methode für Marketing und Social Media)

2. Social Media ist nicht Verkauf:  Wir verkaufen nicht über Social Media und trotzdem, diese Kanäle können helfen unser Reputationsmanagement zu verbessern.

Natürlich ist dies nur möglich wenn unsere Inhalte für den Kunden Mehrwert darstellen.

ComMetrics - benchmark your social media efforts - use our tool.3.  Wie macht es die Konkurrenz – Benchmarking:  Wenn das Ziel ist Wartezeiten für einen freien Platz über die Mittaggszeit im Restaurant zu verkürzen, dann muss dies gemessen werden. Wichtig ist dann auch festzustellen wie Social Media hier helfen kann.

Dies kann zum Beispiel über Twitter erfolgen indem Sie Stammkunden zum früheren oder späteren Besuch animieren. Gästen welche vor 11:30 oder nach 13:15 Uhr bestellen offierieren Sie ein Glas vom Hauswein. Verbessern Sie Ihren Service und vergleichen Sie sich mit der Konkurrenz, das motiviert noch einmal zu einer besseren Leistung.

4. Verbesserung: Annhand der Kennzahlen und Messung ob die Ziele erreicht wurden müssen wir abklären wie unsere Leistung verbessert werden kann.

TippSuchenauftrag für mehr Informationen von CyTRAP über Social Media Marketing, Benchmarks und KMUs (einfach anclicken)

Sie können die oben aufgeführten vier Tipps natürlich auch ignorieren.  Aber wenn Sie diesen Tipps folgen werden Sie sich einige Frustration ersparen, die Resourcen effektiver nutzen und eine Dienstleistung für Kunden offerieren können die was bringt.

Haben Sie ein Beispiel einer tollen Social Media Anwendung von einem KMU?
Kommentar über meinen Vortrag vom 10. November in St. Gallen?
Ihre Meinung zählt! Bitte ein Kommentar unten!
ZL:NG
@CyTRAP schreibt: Ostschweizer Marketing Forum: Mit 4 Tipps zum Erfolg| Tweet This

Gucken Sie sich die Präsentationsfolien  auf LinkedIn an oder schauen Sie gleich hier rein – wenn Sie auf die URLs in der Präsentation klicken kommen Sie gleich zur verlinkten Webseite:



Slides als PDF Datei – Download – anclicken

Weitere wichtige Links zum Thema
Selbsthilfegruppen: 4 Tipps zum besseren Social Media Marketing,
- Top 10 Social Media Fragen,
- Meine Bank liebt mich! …Oder auch nicht,
- Virales Marketing als Verkaufsfoerderung: Wo bleibt der ROI,
Social Media Monitoring und ROI: Der definitive Leitfaden,
- Social media ROI: 3 things to watch out for

Gucken Sie sich das gekürzte Video hier an oder teilen / sharen Sie dieses mit Ihren Freunden auf Facebook

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Selbsthilfegruppen: 4 Tipps zum besseren Social Media Marketing

by Urs E. Gattiker on 2011/10/30 · 40 comments 2,611 views

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Kürzlich habe ich für die Krebsliga Aargau einen Workshop moderiert der sich mit dem Thema Social Media – Twitter, Facebook & Blogs – für Selbsthilfegruppen befasste. Hier ein paar Informationen zu diesem interessanten Tag inklusive eine Synopsis meiner Präsentation und ein kurzes Video.

Quelle des Artikels – Selbsthilfegruppen: 4 Tipps zum besseren Social Media Marketing

Das Video und Präsentationsfolien sowie der Podcast finden Sie hier: Selbsthilfegruppen der Krebsliga Aargau: Effectivere Nutzung von Social Media

Bevor ich erkläre was das für ihre Arbeit mit einer “non-governmental organization” (NGO),  Selbsthilfegruppe oder Verein bedeutet, registrieren Sie sich wie 2,500 andere Leute die dies schon gemacht haben für unseren Newsletter mit Ihrer eMail hier:


 

Wie kommunizieren Selbsthilfegruppen der Krebsliga – IST Aufnahme

Die meisten Mitglieder einer schweizerischen Selbsthilfegruppe treffen sich regelmässig um sich auszutauschen wie z.B. die SOS-Leukämiegruppe für Patientinnen und Patienten, für Transplantierte und für Angehörige in der Zentralschweiz  oder auch die Gesprächsgruppe krebsbetroffener Männer Aarau . Eher selten findet man einen Newsletter als pdf Datei zum runterladen. Selbsthilfegruppen brauchen fast nie einen Blog.  Jedoch statische Webseiten werden von einigen Selbsthilfegruppen unterhalten. Manchmal nutzen diese auch Adobe Flash. Solche Seiten können jedoch leider mit einem iPhone or iPad nicht besucht werden.

Ganz anders sieht es für Patienten aus wo einige Social Media auf interessante Weise nutzen. Ein Beispiel sind Brustkrebspatienten welche regelmässig ihren Blog aktualisieren soweit Ihnen dies die Krankheit erlaubt.

Anhand unserer Inventaraufnahme können wir festhalten, dass Selbshilfegruppen für Krebspatienten und/oder Angehörige Social Media eher selten nutzen. Facebook Gruppen oder Twitter Konten  sind deshalb eher eine Rarität.

Wie kann Social Media helfen – Zielsetzung

Zuerst ist es wichtig das Bedürfnis in Sachen Social Media zu eruieren und aber auch abzukären wieweit Mitglieder willens sind zu helfen, wie z.B.:

a – welche Tools und Social Media Platformen nutzen unsere Mitglieder (z.B. Blogs, Facebook, LinkedIn, eMail, Skype, Chat, etc.)
b – an welchen Inhalten wären Mitglieder interessiert wie z.B. Blog Einträge über den nächsten Monatstreff inklusive Agenda, Tweet mit Link zu einem Meetingsprotokol, usw.
c – haben einige unserer Mitglieder technisches Know-How und wären Sie bereit die Gruppe hier tatkräftig und regelmässig (z.B. jede Woche 2 Stunden) zu unterstützen, und
d – sind diese MitgliederInnen willens, aktiv und engagiert beim erstellen relevanter Mitgliederinhalte mitzuarbeiten (z.B. Blogeintrag alle 12 Wochen, Mitarbeit beim erstellen einer Checkliste).

Krebsliga Aargau mit der CyTrap Labs - Workshop 2011-10-29 in Baden: Facebook & Co. für Selbsthilfegruppen: Chancen und Grenzen von Social-Media-Diensten im InternetOhne Ziele ist es schwierig sich eine Social Media Strategie zurechtlegen zu können. Was hilft ist wenn die Gruppe dies einmal diskutiert und die Ziele zusammen erarbeitet. Dann werde diese auch von den Mitgliedern akzeptiert und unterstützt.

Im speziellen müssen wir  abklären:

sind unsere Mitglieder interessiert sich auf solchen Platformen auszutauschen (z.B. bereit einen Kommentar auf unserem Blog zu schreiben, Twitter feed zu abonnieren, und sich mit einer E-Mail als Abonnent des Weblogs einzugragen)Facebook page ).

Wo fangen wir an? Social Media Hub für eine Selbsthilfegruppe

Der beste Anfang ist ein Blog für die Gruppe. Warum? Erstens offeriert ein Blog wie WordPress ein gutes Content Management System (CMS) und ist so aufgebaut das SEO (Search Engine Optimisierung für Bing, Google etc.) sichergestellt werden kann.  Somit ist dann der relevante Traffik von Besuchern aus der Zielgruppe eine siche Sach.

Ebenfalls hat die Gruppe auf der Webseite oder dem Blog Kontrolle über die Inhalte was aufgeschaltet wird und was nicht. Natuerlich, auch negative Kommentare bleiben aufgeschaltet und werden freundlich beantwortet von Mitgliedern/Moderatoren oder Blogautoren.

Regelmässige und für die Zielgruppe (muss klar definiert sein) relevante Beiträge (muss auch diskutiert werden) können über eMail und RSS (Real Simple Syndication) die neuen Inhalte automatisch verteilt werden.

Viele aus der Zielgruppe haben auch Smartphones mit mobilem Internet Zugang. Diese können dann z.B. einen tweet über Twitter erhalten. Ein Beispiel ist ein Tweet wie: “Morgen Abend treffen wir uns we jeden Monat. Agenda http://ad.vu/dddd #Krebs #Selbsthilfe” Der Link bringt den Leser auf den Blog wo er die Agenda und weitere Informationen findet.

Schlussfolgerungen  - was zählt

1. IST Aufnahme:  Was nutzen meine Gruppenmitglieder schon. Wenn diese Twitter oder Facebook nutzen dann heisst es jedoch noch nicht das sie dann über diese Platform in Kontakt mit Gruppenmitgliedern treten wollen. Viele brauchen Facebook nur für die Familie und engste Freunde.

2. Zielsetzung: Dies muss in der Gruppe genau diskutiert werden und eine Uebereinstimmung ist sehr hilfreich. Ein Beispiel wäre die Teilnahme am monatlichen Treffen zu erhöhen.  Abonnenten für den vierteljährlichen Newsletter um 20 Prozent zu steigern, oder die Schenkungen –  Geld oder aber auch  Spenden in Form von Sachleistungen und Naturalien – zu erhöhen.

3.  Messung ob Ziele erreicht wurden:  Wenn das Ziel war die Teilnahme an den Treffen zu erhöhen dann muss man sehen ob die Teilnahme auch wirklich verbessert wurde.

4. Verbesserung: Annhand der Kennzahlen und Messung (Punkt 3) muss dann eruiert werden, wie die Gruppe die Nutzung von Social Media noch weiter verbessern kann.

TippSuchauftrag für mehr Informationen von CyTRAP über Social Media Marketing, Benchmarks und NGOs

Sie können die oben aufgeführten vier Tipps natürlich auch ignorieren.  Aber wenn Sie diesen Tipps folgen werden Sie sich einige Frustration ersparen, die Resourcen effektiver nutzen und eine Dienstleistung für Mitglieder und Patienten offerieren können die was bringt.

Holen sie sich die Präsentationslides des Workshops

Haben Sie ein Beispiel einer tollen Grafik oder Infografik?
Bitte eine Link zu dieser in Ihrem Kommentar unten!

Ich freue mich auf Ihren Kommentar.

ZL:NG
@CyTRAP schreibt: Über Luegen, Infographics und falsche Statistiken?| Tweet This

Weitere wichtige Links zum Thema

- Links zu Blogs von Brustkrebspatienten
- Krebsliga Schweiz – über Krebs
- Krebsliga beider Basel – nützliche Adressen
- Palliative Care – Nationale Strategie Schweiz – der Bund
- Palliativpflege – Patientenverfügung – Krebsliga Schweiz
Löwenmut e.V. – Selbsthilfe für behinderte Kinder – Stan Albers’ blog Tagebuch

Luegen, Infografiken und falsche Daten

by Urs E. Gattiker on 2011/10/23 · 12 comments 1,686 views

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Vom 23 Sept. 2010 bis zum 23 Sept. 2011 waren 89 % der Nennungen des Wortes Infografik in Englisch.  91 Prozent der Nennungen fanden dabei auf Microblogs wie z.B. Twitter statt.

Leider zeichnen sich Infografiken oftmals durch Schönheit und nicht Qualität aus. Anstatt dem KISS (keep it simple stupid) Prinzip zu folgen,  wird alles noch komplizierter gemacht und viel zu viel farbige Tinte genutzt.

Quelle des Artikels – Lügen, Infographics und falsche Daten

Eine englische Version dieses Eintrages finden Sie hier: On lies, infographics, and unverified numbers.  

Statistiken lassen sich mit kosmetischen Operationen vergleichen wo das Endergebnis toll sein kann. Interessant ist jedoch was die Operation wirklich verbirgt. Bevor ich erkläre was das für ihre Arbeit bedeutet, registrieren Sie sich wie 2,500 andere Leser mit Ihrer eMail hier:


 

Hohes Daten-Tinte Verhältnis – zu hoch

Vor kurzem fand ich einen Tweet mit einer tollen Headline, 10 unglauchbliche e-Commerce Infografiken. Lassen Sie mich erkären warum der Titel zuviel verspricht.
The proportions used in this graphic - 5 versus 14 percent, or 3 versus 9 percent - are incorrect.
Grössenunterschiede zwischen Kreisen sind für die meisten Menschen schwierig von Auge zu erfassen. Wenn wir in der obigen Grafik den Kreis 9 mit dem von 14 Prozent oder 3 mit 5 Prozent vergleichen erscheinen uns diese kleiner als sie sein sollten. Zum Beispiel werden drei 5 Prozent Kreise den blauen 14 Prozent Kreis in der Kategorie West nicht komplett abdecken.

Formate nutzen welche Kunden nur mit Mühe verstehen können ist das Eine. Eine Grafik zu erstellen wo die Proportionen zwischen den verschiedenen Kategorien falsch aufgeführt werden heisst dem Leser oder Kunden werden falsche Informationen präsentiert. Das hilft weder Ihnen noch der Leserin und man wundert sich, ob man der Sache noch trauen darf wenn Resulte falsch präsentiert werden.

Zweitens, die Idee das Männer alle 7 Sekunden über Sex nachdenken oder die Behauptung das wir nur 10 Prozent unseres Gehirnes nutzen, werden beide oft genannt aber meistens kann der Schreiber die Beweise dafür nicht erbringen.  Schlimm ist das solche Zahlen einer genaueren Überprüfung nicht standhalten. Das genau gleiche gilt auch für die obige Grafik wie wir hier aufzeigen können:

Nun wird es wirklich interessant
Global Trends in Online Shopping - A Nielsen Global Consumer Report - Q1 2010: What percentage is your online shopping spending of total monthly spending? See page 3.Nach etwa 10 Minuten Suche sind wir bei der Originalstudie angekommen, dem Nielsen Bericht. Hier finden wir die Grafik auf Seite 3, welche von Richard Scott Design genutzt wurde um im Auftrage von MyCouponCodes die obige Infografik zu erstellen.

Die Kreise in der Infografik oben zeigen das 51 Prozent der Befragungsteilnehmer aus dem Westen weniger als 5 Prozent des monatlichen Einkommens Online ausgeben. Basierend auf der Grafik rechts von Nielsen können wir die EU – Europa, LA – Latein America (44), und NA – North America (54) aufsummieren. Dann erhalten wir 153, geteilt durch drei ergibt dann 51 Prozent.  Also gehört Chavez’ Venezuela und Castro’s Cuba zum Westen? Wohl kaum!

Auch erscheint es komisch, das Richard Scott Design es unterliess einen URL in die Infografik einzubauen welche einem zur Originalstudie bringt.  Ebenfalls kann man sich des Eindruckes nicht verschliessen, dass die Infografik die Daten der Nielsen Studie falsch oder inkorrekt nutzt.

Nielsen könnte vielleicht noch ein oder zwei Dinge verbessern. Zum Beispiel eine klassiche, einfache, farbige Bar Grafik würde die Information sicherlich besser herüberbringen als die jetzige Grafik (siehe oben rechts). Vielleicht wäre auch noch eine Tabelle hilfreich worin die Regionen oberhalb von links nach rechts und die Zahlen links an der Seite (y-Achse) aufgeführt würden. Dies würde das Verständnis für die Informationen verbessern.

Aber auch die Originaldaten von Nielsen geben einem einige Rätsel auf. Wie genau konnten sich die Teilnehmer wirklich an ihr Online Shopping Verhalten beim Fragebogen ausfüllen erinnern? Kann vielleicht das monatliche Einkommen einen Einfluss auf die Antworten haben (z.B. Student)? Leider gibt uns der Nielsen Bericht auf solche Fragen keine Antworten.

Bringen wir es auf den Punkt
Nielsen - collecting data on Facebook (October 2011). Beyond clicks and impressions: Examining the relationship between online advertising and brand - page 6.
Mit Hilfe der obigen Grafik zeigt Nielsen wie Daten für eine andere Studie über Facebook Nutzer erhoben wurden.

Nielsen - nice try, but even fancy words cannot change the fact that these data are biased (October 2011). Beyond clicks and impressions: Examining the relationship between online advertising and brand - page 6.Der Bericht beschreibt die Methodologie (siehe rechts) gleich neben der Grafik. Die Autoren weisen auch darauf hin das wohl Biases reduziert aber  nicht vollständig eliminiert werden konnten. Deshalb sind die Daten  nicht repräsentativ für die Bevölkerung in den USA.  Natürlich, die vielbeschäftigte Führungskraft hat kaum Zeit um an einer solchen Facebook Umfrage teilzunehmen.

Sind diese Daten deshalb nutzlos? Sicherlich nicht aber sie ergeben nur ein ungenaues Bild von Facebook Nutzern.  Aber wir alle wissen das Sex, Luegen und Statistiken helfen können, Produkt zu verkaufen. Deshalb hat Nielsen im Press Release auch Schlüsse gezogen die über die Aussagekraft der Daten hinausgehen, dem Verkauf zu Liebe.

Nicht vergessen – Messen Sie den Erfolg Ihres Blogs mit My.ComMetrics.com und verbessern Sie dessen Performance

Schlussfolgerungen  - was zählt

1. Falsche Darstellung von Daten:  Manchmal nutzen Designer visuelle Effekte damit die erwünschten Unterschiede dem Betrachter noch schneller klar werden. Aber dies kann auch zum Missbrauch von Daten führen.

2. Infographics müssen Mehrwert erzeugen: Wenn wir Daten von einer anderen Studie nutzen um eine Infografik zu erstellen macht dies nur dann Sinn, wenn dies wirklich hilft die Daten besser zu kommunizieren. Wenn der Mehwert fehlt, warum dann eine Infografik erstellen?

3. Ethik nicht vergessen: Berichte müssen darauf hinweisen wie die Daten erhoben wurden und  welche Methodik dabei angewandt wurde (z.B. selbst Selektion der leute welche den Fragebogen online ausgefüllt haben).  Wenn die Daten nicht auf einer Bevölkerungsstichprobe basieren sind sie auch nicht räpresentativ. Wenn man die Daten von anderswo hat, dann die Originalstudie zitieren.

4.  Kontrollierung und nochmalige Überprüfung  der Daten: Bevor wir Informationen weiter verbreiten mit Twitter, Facebook oder auf unserem Weblog muss deren Qualität überprüft werden.

Tipp: Suchenauftrag für mehr Informationen von CyTRAP über Grafiken, Statistiken und Daten

Sie können die oben aufgeführten vier Tipps natürlich auch ignorieren. Zahlen überprüfen lohnt sich aber immer. Zum Beispiel, wenn pro 1 Million Besucher von Twitter nur einer kauft dann macht auch die $24 welche ein solcher mehr ausgibt als andere Kunden den Braten nicht mehr fett.

Haben Sie ein Beispiel einer tollen Grafik oder Infografik?
Bitte eine Link zu dieser in Ihrem Kommentar unten!

Ich freue mich auf Ihren Kommentar.

TL:DR
@CyTRAP schreibt: Über Luegen, Infographics und falsche Statistiken?| Tweet This